Mehr Kontrolle über die Gestaltung der Kartenoberflächen

Die angesehene Fachzeitschrift Cards Manufacturing hat sich jüngst intensiv mit dem Thema „Personalisieren von Finanzkarten“ befasst. Es lohnt sich, diesen Beitrag zu lesen – sofern Sie ihn nicht ohnehin schon kennen. Denn er geht auch auf neue Entwicklungen und Chancen ein.

Der Autor, David Tushie, ist seit Jahren ein exzellenter Kenner der Branche und ein unabhängiger Berater. Innerhalb der ICMA, dem wichtigsten Branchenverband, ist er der Spezialist für Standards und Technologien. In dem Artikel schreibt er unter anderem: „Flache Finanzkarten zu drucken ist ein sich beschleunigender Trend. Er resultiert sicher auch aus dem Bestreben der Marken, den kartenausgebenden Institutionen wieder mehr Kontrolle über die Gestaltung der Kartenoberflächen zu geben.“ Eine Reihe namhafter Kartenherausgeber hätte sich deshalb bereits von der Prägetechnik verabschiedet.

Tushies Beitrag kommt nicht von ungefähr. Die neuen (Marketing-)Möglichkeiten, die sich zum Beispiel aus der Drop-on-Demand-Inkjettechnologie (DoD) ergeben, sind einfach bestechend. Sie ermöglicht eine nahezu unbegrenzte Flexibilität bei der Gestaltung und Anordnung der Personalisierungsdaten. Weiße Schrift für dunkle Untergründe, eine quer- oder hochformatige Ausrichtung der Karte, schnelle Änderung von Schriftart und -größe sowie flexible Anordnung der Daten des Karteninhabers – dieses Maß an Gestaltungsfreiheit war bisher unerreicht und ist wirtschaftlich wohl nur mit dem DoD-Druck möglich.

Neben den Marketingaspekten gibt es laut David Tushie durchaus aber auch ganz pragmatische Gründe, das Kartenlayout mit solchen Druckverfahren einfach zu verändern. Er verweist zum Beispiel auf das neue Quick Read-Design, das Visa Card gerade angekündigt hat. Es „ermöglicht dem Herausgeber, alle wichtigen Karteninformationen wie Konto-Nummer, Ablaufdatum und Sicherheitscode an einer einzigen Stelle zu gruppieren. Das erleichtert den schnellen Zugriff bei Einkäufen per Karte über das Telefon oder das Internet.“

Den kompletten Beitrag von David Tushie über das neue Erscheinungsbild der Finanzkarten finden Sie zu Ihrer vertiefenden Information hier.

 

Die beiden Zitate im Originalton:

While flat card printing could be considered an accelerating trend, it could also be a natural result of the move the brands have made to give more control of the card surfaces back to the issuing financial institutions.

[…] allowing the issuer to group all the important card information (account number, expiration date and security code) in one location for easy access when the card is used for online and telephone purchases.

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Friedbert Bayer
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Business Area Manager Security Printing Systems | Atlantic Zeiser