Beste Karten für eine große Herausforderung

Kreditkartenfirmen haben die disruptive Kraft der Drop-on-Demand Drucktechnologie bereits vor einiger Zeit kennengelernt. Was kann man daraus für die Verpackungsprozesse von Konsumgütern lernen?

„Mit Late Stage Customization und entsprechenden Personalisierungstechniken können wir Herausforderungen lösen, vor denen wir bei der Verpackung von Konsumgütern stehen. Denn wir müssen viel schneller auf neue Trends reagieren, kleinere Zielgruppen effektiver erreichen und nicht zuletzt Komplexität beim Handling von Verpackungen abbauen.“ Das ist ein oft geäußerter Wunsch von Marketing-, Vertriebs- und Supply Chain-Experten.

Das Kernziel von Late Stage Customization ist es, mit Hilfe von Personalisierungstechniken individualisierte Bilder, Texte und Informationen so spät wie möglich im Produktions- oder Verpackungsprozess zu drucken. Dabei muss natürlich die wahrgenommene (Druck-)Qualität der Personalisierung oder Individualisierung der Qualität entsprechen, die Konsumenten von den Verpackungen gewohnt sind, die in hohen Stückzahlen massenhaft vorgedruckt werden.

Finanzdienstleister haben schon vor einiger Zeit die disruptive Kraft des Drop-on-Demand-Inkjetdrucks (DoD) entdeckt. Innovative Lösungen für die Personalisierung, und damit also Late Stage Customization in extremer Ausprägung, sind seit Jahrzehnten eine zentrale Herausforderung beim Druck von Kreditkarten. Diese wurden von Anfang an personalisiert. Aber die traditionell dafür verwendeten  Methoden sind langsam, kostenintensiv und wenig flexibel. DoD macht Schluss damit und hat deshalb eine Art Revolution in Gang gesetzt.

Die Vorteile von DoD im Kartenbereich liegen auf der Hand. Diese Technologie ist etwa dreimal so schnell wie die althergebrachten, klassischen Karten-Produktionsverfahren mit Hochprägetechnik oder Thermotransferdruck. Nimmt man den Thermotransferdruck zusammen mit der zwingend erforderlichen Schutzschicht zum Vergleich, sinken die Kosten für Verbrauchsmaterialien beim DoD-Druck um 98 Prozent. Gleichzeitig ist ein DoD-Druck etwa viermal so widerstandsfähig. Im Gegensatz zu den genannten kontaktbehafteten Verfahren ist der kontaktlose DoD-Druck nahezu verschleißfrei und damit wartungsarm. Noch stärker ins Gewicht fallen neben diesen produktionstechnischen Gründen die Vorteile für das Marketing.

Die beiden großen Kreditkartenunternehmen Visa und MasterCard haben die Vorteile der DoD-Technologie für alle ihre Kartenprodukte schnell erkannt und schon lange freigegeben.

Neben der reinen Flexibilität gibt es noch andere Aspekte des Digitaldrucks, die auch bei der Individualisierung von Produkten im Konsumgüterbereich zu beachten sind. So ist das perfekte Zusammenspiel von Druckprozess mit dem jeweiligen Substrat entscheidend. Hier hat sich DoD ebenfalls längst als Problemlöser erwiesen. Eine der größten Herausforderungen im Kartenbereich ist ja das Aufbringen der Tinte auf einer nicht-absorbierende Kunststoffoberflächen, da Tinte damit nun einmal nicht so einfach eine Verbindung eingehen kann wie mit Papier oder Karton. Eine Schlüsselfunktion übernimmt dabei naturgemäß die Tinte.

Dank seiner hohen Flexibilität ist der DoD-Druck nicht nur bei Kreditkarten auf dem Vormarsch, sondern auch bei Personalausweisen, Kunden- und Mitgliedskarten. Sie alle dienen auch dazu, um Identitäten zu prüfen. Ebenso wichtig wie die Druckqualität und -flexibilität sind deshalb Datenintegrität und -sicherheit. Die dafür von Atlantic Zeiser entwickelten und eingesetzten Sicherheitsmechanismen und -funktionen lassen sich heute direkt anwenden auf die Themen Rückverfolgbarkeit, Supply Chain-Überwachung und Produktauthentifizierung – Themen, die auch für Konsumgüter immer wichtiger werden.

Die volle Rainbow Deck-Funktionalität ermöglicht es Systemen von Atlantic Zeiser, viele kleine, auch komplett voneinander abweichende Aufträge als ein zusammenhängendes Produktionslos zu drucken und zu kontrollieren, lückenlos und ohne Unterbrechungen. Statt eines einzigen Druckauftrags mit 50.000 identischen Verpackungen ist es jetzt möglich 50.000 individualisierte Verpackungen mit Losgröße 1 zu produzieren einschließlich der erforderlichen Kontrolle bei gleichzeitig zuverlässiger Datensicherheit und -integrität.

Um diese Flexibilität zu erzielen, ist ein leistungsfähiger Workflow in der Druckvorstufe unerlässlich, und damit vor allem auch das Wissen, wie sich die variablen Datenbestandteile inline rippen lassen, damit keine unnötig großen Datenmengen durch komplett vorgerippte Dokumente übertragen werden müssen.

Worauf kommt es an, um Late Stage Customization auch in Verpackungsprozessen wirtschaftlich, zuverlässig, sicher und optisch überzeugend realisieren zu können?

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Ute Heiler