Die Karten, auf die es jetzt ankommt

Wie Mexiko Corona-Finanzhilfen schnell verteilt

In Mexiko soll die staatliche Hilfe aufgrund des Coronavirus schnell bei den Bedürftigen ankommen. Der mexikanische Kartenhersteller MyCard wirkt daran effizient mit – auch dank des neuen PERSOMASTER-Systems von Atlantic Zeiser.

Wenn das Coronavirus kommt, muss alles sehr schnell gehen. Damit in Mexiko staatliche Hilfe rasch und effektiv bei wirtschaftlich Betroffenen ankommt, arbeiten Unternehmen, die Finanzkarten für die staatlichen Sozialprogramme personalisieren, unter Hochdruck. Ein Beispiel dafür ist MyCard aus Tequisquiapan, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Mexico City gelegen. Das Unternehmen ist seit fast 30 Jahren im Kartengeschäft tätig, zunächst mit Schwerpunkt auf Ausweisen, seit 2011 aber zunehmend auch für Finanzkarten, vor allem im Auftrag verschiedener FinTechs. In „normalen“ Zeiten liegen die Auftragsgrößen zwischen fünf und 4.000 Karten. Im Rahmen der Covid-19-Hilfe personalisiert MyCard jetzt schon mal bis zu 1,2 Millionen Karten, „und zwar innerhalb kürzester Lieferzeiten“, berichtet Rogelio Tejada, CEO von MyCard. Für diejenigen Karten, bei denen Chipprogrammierung erforderlich ist, setzt er deshalb unter anderem auf PERSOMASTER, ein neues Personalisierungssystem von Atlantic Zeiser. Basierend auf der Drop-on-Demand-Inkjettechnologie ist das System deutlich flexibler, was das Layout der variablen Daten angeht, und schneller als die traditionellen Verfahren mit Thermotransferdruck oder Embossing. Außerdem, und darauf legt Rogelio Tejada ebenfalls viel Wert, zahlt sich jetzt der hohe Bedienkomfort und die große Zuverlässigkeit des PERSOMASTER besonders aus.

Bis zu 4.000 Chipkarten pro Stunde

Denn schnelles, flexibles Handeln ist das Gebot der Stunde in Mexiko. Obwohl das Land die 11-größte Wirtschaftsmacht der Welt ist, trifft das Coronavirus es besonders hart. Etwa 50 Prozent der rund 130 Millionen Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Weitere 30 Prozent gelten darüber hinaus als armutsgefährdet. Mexikos Regierung hat ein großes Sozialprogramm gestartet, „um den ärmsten Teil der Bevölkerung direkt mit Geld zu unterstützen, ohne Umwege über die Bundesstaaten“, erläutert Rogelio Tejada. Diese Menschen erhalten das Geld mittels spezieller Finanzkarten, mit denen sie einkaufen oder Geld abheben können.

Es handelt sich dabei um Debitkarten, die von Banken oder FinTechs ausgegeben und über große Kreditkartenanbieter abgewickelt werden. Sie sehen in der Regel wie deren normale Kreditkarten aus, müssen nun jedoch mit einem speziellen Schriftzug wie etwa „Apoyo Emergente – Covid-19“ versehen werden. Je nach Kartenherausgeber variiert der Aufdruck. Manche Karten haben, wenn es besonders schnell gehen soll, nur einen Magnetstreifen, viele jedoch einen speziellen Chip. Dann kann der PERSOMASTER seine Leistungsstärke demonstrieren. „Wir können damit 4.000 Karten pro Stunde personalisieren und programmieren sowie mit dem speziellen Covid-19 Hinweis bedrucken“, sagt Rogelio Tejada. Mit anderen Anlagen, die zwar ebenfalls die Chipprogrammierung ermöglichen, jedoch keine DoD-Inkjettechnologie aufweisen, schafft er jeweils nur etwa 1.000 Exemplare pro Stunde. Dank der DoD-Inkjettechnologie haben er und seine Kunden außerdem größte gestalterische Freiheiten, was die Anordnung der variablen Daten auf den Karten angeht. Und er kann sie gestochen scharf und äußerst abriebfest wahlweise in Schwarz oder Weiß drucken.

Lange Erfahrung mit DoD-Technologie

Überzeugt von der DoD-Technologie von Atlantic Zeiser ist MyCard schon seit zwölf Jahren. Damals investierte das Unternehmen in eine CARDLINE VERSA, die er nach wie vor für Ausweise und Finanzkarten mit Magnetstreifen einsetzt. “Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser Anlage, der DoD-Technologie und Atlantic Zeiser im Allgemeinen gemacht“, sagt Tejada. Vor sechs Monaten, als die meisten Menschen bei Corona noch an eine Biermarke gedacht haben, nahm MyCard dann den PERSOMASTER in Betrieb. „Wir wollten unser Geschäft mit den aufstrebenden FinTechs weiter ausbauen“, so Tejada. Gerade in dieser Zielgruppe hatte sich MyCard einen exzellenten Ruf erworben. „Für die FinTechs in Mexiko sind wir wahrscheinlich der größte Karten-Dienstleister. Und wir wollen immer auch der schnellste sein.“ Damit war MyCard für die aktuelle Krisensituation gut gerüstet.

„Wir personalisieren jetzt schon mal bis zu 1,2 Millionen Karten, und zwar innerhalb kürzester Lieferzeiten“, berichtet Rogelio Tejada, CEO von MyCard. Für diejenigen Karten, bei denen Chipprogrammierung erforderlich ist, setzt er deshalb unter anderem auf PERSOMASTER, ein neues Personalisierungssystem von Atlantic Zeiser.

Volle Rainbow Deck-Funktionalität

Der bei MyCard installierte PERSOMASTER hat nicht nur ein integriertes Mailingmodul, sondern unterstützt auch die volle Rainbow Deck-Funktionalität. Das heißt, das System ist in der Lage, viele kleine, auch komplett voneinander abweichende Aufträge als ein zusammenhängendes Produktionslos abzuarbeiten, und zwar lückenlos und ohne Unterbrechungen – selbst wenn es sich um Losgröße 1 handelt. „Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme konnten wir noch nicht absehen, dass die Aufträge so groß würden“, sagt der CEO von MyCard. „Für uns war es deshalb sehr wertvoll, dass der PERSOMASTER viele kleine Aufträge ebenso effizient abarbeitet wie sehr hohe Auftragsspitzen.“

Ausgesprochen zuverlässig

Im täglichen Geschäft erwies sich der PERSOMASTER als ausgesprochen zuverlässig. Bei den anderen Maschinen von MyCard dürfen die Karten oftmals nicht die kleinste Abweichung vom Standard haben, berichtet Rogelio Tejada. Andernfalls gebe es einen Stau beim Einlauf oder Kartentransport durch die Maschine. PERSOMASTER sei in dieser Hinsicht äußerst unkompliziert, mit ihm sei „einfach zu arbeiten“, wie Tejada sich ausdrückt. Das sei auch aus einem anderen Grund von Vorteil: „Wir haben viele Mitarbeiter, die wir angelernt haben, um ein Personalisierungssystem zu bedienen. Dennoch können sie problemlos mit dem PERSOMASTER arbeiten. Sollte tatsächlich einmal eine Störung auftreten, ist sie bei diesem System leicht zu erkennen und zu beheben. Bei anderen Maschinen, die wir betreiben, sind die Maschinenführer dann oft überfordert, rufen sofort nach einem Servicetechniker und die Arbeit geht nicht weiter. Das können wir uns einfach nicht leisten, schon gar nicht, wenn wir jetzt wegen des Coronavirus sehr kurzfristige Liefertermine einhalten müssen.“

„Ich schätze diese Aufrichtigkeit sehr“

Über die Zusammenarbeit mit Atlantic Zeiser äußert sich Rogelio Tejada sehr lobend. Das betrifft die Betreuung vor Ort – etwa über die Coesia Tochtergesellschaft in Mexico City – als auch den Support durch die Atlantic Zeiser Zentrale in Deutschland. „Meine Ansprechpartner bei Atlantic Zeiser haben sich wirklich gekümmert“, sagt der CEO von MyCard. „Und sie waren immer aufrichtig. Als ich wissen wollte, wie viele Karten wir pro Stunde schaffen, wenn wir auch die Mailingfunktion nutzen, haben anderen Anbieter herumgedruckst und uns das Blaue vom Himmel versprochen. Atlantic Zeiser hat uns gesagt: ‚Ihr schafft 2.900 Karten pro Stunde, wenn die Qualität der Briefbögen und Umschläge stimmt. Nicht mehr und nicht weniger.‘ Das entspricht genau den Tatsachen. Wirklich, ich schätze diese Aufrichtigkeit sehr.“

„Wir personalisieren jetzt schon mal bis zu 1,2 Millionen Karten, und zwar innerhalb kürzester Lieferzeiten“, berichtet Rogelio Tejada, CEO von MyCard. Für diejenigen Karten, bei denen Chipprogrammierung erforderlich ist, setzt er deshalb unter anderem auf PERSOMASTER, ein neues Personalisierungssystem von Atlantic Zeiser.

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Nadine Kürner