Mit Sicherheit überzeugend

Vor zehn Jahren hat die Drop-on-Demand (DoD) Inkjet-Technologie ihren Siegeszug bei der Personalisierung von Government ID-Karten, Voter-ID- und Führerscheinkarten etc. angetreten und völlig neue Perspektiven eröffnet. Zwei Argumente waren damals besonders wichtig.

Heute macht Atlantic Zeiser aber noch etwas anderes einzigartig. Ein Mitarbeiter, der von Anfang an dabei war, berichtet auch darüber, wieso die Technologie sich durchsetzte und warum die Nachfrage nach entsprechenden Government ID-Karten gerade jetzt besonders groß ist.

Welche Rolle hat Atlantic Zeiser genau bei der Einführung der DOD-Technologie für ID-Karten gespielt?
Wir waren einer der ersten, die ab 2011 diese Technologie für den Druck und die Personalisierung von Ausweisen aller Art eingesetzt haben. Das war durchaus eine Revolution auf diesem Gebiet. Kein anderer Anbieter auf dem Markt hat seitdem so viele Anlagen mit DOD-Technologie für Government ID-Karten in Betrieb genommen wie wir.

Haben Ihre Gesprächspartner damals sofort das Potenzial dieser Technologie erkannt?
Oh ja, erkannt haben sie es eigentlich sofort. Aber in diesem Bereich hat man ja häufig mit Behörden und Organisationen zu tun, die quasi hoheitliche Aufgaben wahrnehmen. Diese sind immer interessiert an neuen Technologien, aber oftmals etwas zögerlich, was den tatsächlichen Einsatz angeht. Diese Haltung konnten wir jedoch schnell überwinden.

Wie ist das gelungen?
Wir hatten schon zum damaligen Zeitpunkt viele Jahre Erfahrungen gesammelt bei der Personalisierung von Kunststoffkarten mit der DOD-Technologie, gerade auch in sicherheitsrelevanten Bereichen, wie Bank- und Geschenkkarten. Auf unseren Anlagen waren bereits Millionen von Karten personalisiert und für den Versand fertig gemacht worden. Wir konnten also glaubhaft nachweisen, dass unsere Anlagen selbst bei großvolumigen Aufträgen stabil und sicher laufen und entsprechende Investitionen sich schnell amortisieren.

Welche konkreten Vorteile waren dann bei Ihren Gesprächen ausschlaggebend?
Wir hatten und haben zwei überzeugende Argumente auf unserer Seite: Zum einen ist der auf diesem Gebiet vorherrschende Thermotransferdruck nicht besonders abriebresistent und auch für Manipulationen anfällig. Zum anderen konnten wir überzeugend nachweisen, dass die DOD-Technologie bei den Kosten pro Karte dem Thermotransferdruck um Längen überlegen ist.

Kann man das etwas genauer ausdrücken?
Die Kosten für Verbrauchsmaterialien reduzieren sich beim DOD-Druck um mehr als 60 Prozent gegenüber dem Thermotransferdruck – das ist natürlich ein beeindruckendes Argument. Vielfach rechnet sich die Investition in DOD-Technologie deshalb bereits nach sehr kurzer Zeit. Ebenfalls wichtig: die Abriebfestigkeit bei UV-gehärteter DOD-Tinte ist viermal höher als bei getesteten Karten mit Thermotransferdruck. Mit der DOD-Technologie lässt sich problemlos die geforderte Haltbarkeit von zehn Jahren im ID-Bereich erreichen.

Welche Rolle spielt die Druckqualität bei ID-Karten?
Auch sie war sicher ein entscheidender Faktor. Gerade wenn es darum geht, Personenfotos in ID-Karten zu integrieren, zeigt sich immer wieder die Überlegenheit der DOD-Technologie mit ihrer extrem hohen Auflösung und vor allem mit der brillanten Qualität des Farbdrucks.

Aber mit einem Laser könnte man ebenfalls farbig drucken.
Das ist richtig. Der Einsatz eines Farblasers ist allerdings sehr, sehr kostspielig, unter anderem weil dann oft ein spezielles Kartenmaterial erforderlich ist. Und der Durchsatz dieser Farblaser ist vergleichsweise gering. Wir setzen Laser-Technologie auf unseren Anlagen bei Bedarf vor allem als zusätzliches Sicherheitsfeature ein. Dabei lasern wir die Schwarzanteile vom Bild in das Kartenmaterial, und die Farben kommen dann mit DOD-Druck hinzu. Selbst wenn jemand in der Lage wäre, die Tinte zu entfernen, wäre die Karte somit für einen neuen Überdruck praktisch unbrauchbar. DOD und Laser ergeben damit eine starke und besonders sichere Kombination – wir nutzen also das Beste aus beiden Welten.

ID-Anwendungen gibt es viele. Sind die Systeme von Atlantic Zeiser auf ein bestimmtes Segment beschränkt?
Nein, im Gegenteil, es zeichnet unsere Systeme ja gerade aus, dass sie besonders flexibel und für den multiplen Einsatz vorbereitet sind. Ob ID-Karte, Ausweise, Führerscheine oder Gesundheitskarte, ob mit oder ohne Chipprogrammierung: Alles kann auf ein und demselben System passieren, mit sehr einfachen Jobwechseln, und durch einfaches Hinzufügen von neuen Modulen oder neuer Software. Und in einigen Ländern werden unsere Anlagen auch tatsächlich so vielfältig für unterschiedliche Anwendungen genutzt, z. B. aktuell für die Ausgabe von „Covid-Cards“, um staatliche Leistungen während der Pandemie zu erhalten.

Nach dem Erfolg von Atlantic Zeiser sind auch andere Unternehmen auf den Zug mit der DOD-Technologie aufgesprungen. Wie gelingt es weiterhin, sich von diesen abzuheben?
Wir haben inzwischen eine einzigartige, jahrzehntelange Erfahrung mit der DOD-Technologie, vor allem auch in der Umsetzung und Betreuung entsprechender Projekte. Das ist bei ID-Karten umso wichtiger, weil dort Zuverlässigkeit und Sicherheit eine große Rolle spielen und der erste Schuss sitzen muss. Man kann dort nicht eine Art Versuchsballon starten und dann mal schauen, wie es läuft. Der track record, den wir in dieser Hinsicht weltweit vorzuweisen haben, ist eindrucksvoll. Das schätzen übrigens nicht nur unsere direkten Kunden, sondern auch die weltweit bekannten Partner, mit denen wir zum Teil zusammenarbeiten, wenn es um umfassende Lösungen in Sachen ID-Projekte geht. Aber unser Vorsprung beruht natürlich auch darauf, dass wir der einzige Anbieter auf diesem Gebiet sind, der alle Kerntechnologien im eigenen Haus entwickelt.

Was meinen Sie damit?
Man muss ja nicht nur den eigentlichen DOD-Inkjet-Prozess inklusive geeigneter Vorbehandlungs- und Trocknungsverfahren völlig beherrschen, sondern idealerweise auch die Fähigkeit besitzen, Tinten für ganz spezielle Materialien, Oberflächen und Anwendungen entwickeln und anpassen zu können. Dabei können wir auf das Knowhow unseres Schwesterunternehmens Tritron zurückgreifen. Dazu kommen Software-Pakete für den Workflow der Karten, bei der wir die volle Rainbow Deck-Funktionalität anbieten und unterstützen.

Sie meinen damit die Funktion, mit der man im laufenden Betrieb praktisch jede einzelne Karte individualisieren kann, ohne das System für jeden Job neu einzurichten?
Genau. Um das zu nutzen, benötigt man zusätzlich auch die Kamera-Verifikationssysteme, die das Arbeiten im Rainbow Deck-Modus ermöglichen und überwachen, ohne dass sie für wechselnde Jobs jeweils neu eingerichtet werden müssen. Ebenfalls wichtig ist eine sichere Umgebung für das Datenmanagement, die Datenschutz, Rückverfolgbarkeit und Datensicherheit auf höchstem Niveau ermöglicht. Dass wir dieses Zusammenspiel sehr gut beherrschen, war und ist eine entscheidende Voraussetzung unserer Erfolgsstory.

Wo sehen Sie künftige Herausforderungen?
Keine Frage, die Anforderungen in Sachen Sicherheitsfeatures werden weiter zunehmen. Auf diesem Gebiet verfolgen wir verschiedene Ansätze wie etwa ein spezielles Varnish oder den Einsatz von unsichtbarer Tinte; beides können wir inline aufbringen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an ID-Karten weltweit sehr stark. Denn zum einen fangen viele Länder überhaupt jetzt erst damit an, ihre Bevölkerung mit fälschungssicheren Ausweisen aller Art auszustatten. Zum anderen gibt es in einer Vielzahl von Ländern Ersatzbedarf, wenn bestehende Karten, wie etwa im Gesundheitsbereich, ausgetauscht werden gegen Karten, die einen Chip enthalten. Dafür sind Lösungen gefragt, die sowohl große Aufträge schnell und zuverlässig abarbeiten als auch bei kleinen Losgrößen wirtschaftlich operieren. Wir können nachweisen, dass unsere Systeme beides beherrschen.

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Nadine Kürner