drupa 2016: Personalisierung von Bankkarten

Kosten pro Karte drastisch reduzieren

  • Inkjetdruck mit Drop-on-Demand-Technologie senkt Kosten für Verbrauchsmaterialien um bis zu 98 Prozent.
  • Visa und Mastercard haben das Druckverfahren bereits für alle spezifizierten Kartenprodukte freigegeben.
  • PERSOMASTER ermöglicht außerdem eine bisher unerreichte Freiheit bei der Gestaltung und der Anordnung der personalisierten Druckdaten.

Wie man die Gesamtbetriebskosten bei der Personalisierung von Bankkarten deutlich verringern kann, zeigt Atlantic Zeiser auf der drupa 2016 (Halle 15, Stand B02). Mit dem Drop-on-Demand-Inkjet-basierten PERSOMASTER sinken die Ausgaben für Verbrauchsmaterialien – etwa im Vergleich zum Thermotransferdruck – um bis zu 98 Prozent. „Die Ära des nostalgischen Thermotransferdrucks und der Hochprägetechnik geht damit in diesem Segment definitiv zu Ende. Denn sie sind bei ehrlicher Betrachtung der Gesamtbetriebskosten kaum noch zu rechtfertigen“, sagt Friedbert Bayer, Business Area Manager im Bereich Security Printing Systems bei Atlantic Zeiser. Für den Drop-on-Demand-Druck auf Bankkarten sprechen daneben noch andere Gründe: Die Druckdaten sind dank spezieller UV-Tinte gemäß standardisierter Abriebtests viermal beständiger als beim Thermotransferdruck und damit deutlich langlebiger. Dank des kontaktlosen DoD-Druckverfahrens ist der Personalisierungsprozess nahezu verschleißfrei und damit wartungsarm, vor allem aber auch etwa dreimal schneller als mit den althergebrachten Technologien. Aufgrund seines gestochen scharfen Druckbildes auf Vorder- und Rückseiten der Karten incl. der CCV sowie der außergewöhnlich hohen Widerstandsfähigkeit des Drucks haben bereits die beiden großen Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard diese Drucktechnologie für alle spezifizierten Kartenprodukte freigegeben. Mittels DoD-Druck darf die CVV2 sogar auf das Unterschriftsfeld personalisiert werden.

Flexible Anordnung der Daten

Das System, das speziell für Bankkarten mit EMV-Chips (EMV Banking Cards) entwickelt wurde, ermöglicht gleichzeitig eine nahezu unbegrenzte Flexibilität bei der Gestaltung und Anordnung der Personalisierungsdaten. PERSOMASTER erfüllt damit den Wunsch vieler Herausgeber, Kreditkarten noch stärker als Marketinginstrument nutzen zu können – und ist auch damit der Hochprägetechnik deutlich überlegen. „Weiße Schrift für dunkle Untergründe, quer- oder hochformatige Ausrichtung der Karte, schnelle Änderung von Schriftart und -größe sowie flexible Anordnung der Daten des Karteninhabers – dieses Maß an Gestaltungsfreiheit, das PERSOMASTER jetzt eröffnet, war bisher unerreicht und ist wirtschaftlich wohl nur mit dem DoD-Druck möglich“, erläutert Friedbert Bayer. Die UV-härtende Spezialtinte mit ihrem leicht erhabenen, fühlbaren Druck erzeugt zudem eine besonders hochwertige Anmutung.

„Weltweit sind viele Länder derzeit dabei, rein magnetstreifen-basierte Kreditkarten aus Sicherheitsgründen auf die chip-basierte EMV-Variante umzustellen. Dazu kommt noch die Ablösung der mechanischen Hochprägetechnik, die inzwischen an ihre Leistungsgrenzen stößt“, erläutert Friedbert Bayer. „Auf die Personalisierungsdienstleister kommt eine gewaltige Lawine zu. Aufgrund der Leistungsstärke und der geringen Kosten pro Karte ist die DoD-Technologie dafür praktisch unschlagbar.“

Einfache Integration in typische Infrastruktur

PERSOMASTER lässt sich einfach in die typische Infrastruktur von Personalisierungsdienstleistern integrieren. Sein modularer Aufbau ermöglicht bei Bedarf das nahtlose und platzsparende Einbinden von zusätzlichen Stationen wie etwa einen Etikettierer oder eine Plasma-Vorbehandlung.

PERSOMASTER ist in der Lage die für Bankkarten üblichen Personalisierungsdatenformate zu verarbeiten, so dass kundenseitig vorhandene IT-Infrastruktur unverändert weiter verwendet werden kann. Im Bereich der EMV-Chip-Programmierung werden sowohl kontaktbehaftete, kontaktlose oder Dual-Interface-Karten unterstützt.

Zur effizienten Steuerung der Chip Programmierung bietet Atlantic Zeiser zusätzliche einfach zu bedienende Softwarelösungen an. Diese beinhalten das Handling kryptografischer Schlüssel, die EMV-gerechte Aufbereitung der Rohdaten, sowie den eigentlichen skriptbasierten Programmierprozess. Die Verwendung von „Global Platform Scripting“, einer weltweit als Standard definierten Verarbeitungssprache für Chipprogrammierprozesse, ermöglicht Kunden auf einfache Weise, den Programmierprozess kostengünstig selbst zu gestalten und extrem kurze Reaktionszeiten zu gewährleisten.

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Ute Heiler